[Geschichtensammlung] Der einäugige Gesichtsleser
Beschreibung
Der einäugige Gesichtsleser III – Das eigene Gesicht lesen
Daraufhin erblickte er die Spiegelung seines Angesichts in seinem
Glas und las zum ersten Mal in seinem Leben sein Gesicht.
Er war so erschrocken, dass er auf der Stelle das Glas fallen ließ.
Er hatte nämlich gesehen, wie er in der Nähe des Königsthrons
eines gewaltsamen Todes sterben würde.
Am nächsten Tag ließ der betrunkene König ihn dann zu sich rufen.
„Ihr haltet Euch wohl für etwas Besonderes?
Wenn das so ist, dann lest das Gesicht der Maus in diesem Krug.
Wie sieht die Zukunft dieser Maus aus?“
„Diese Maus wird aufgrund ihres Nachwuchses
ein kurzes Leben haben.“
Obwohl die Untertanen des Königs ihm sagten, dass diese Maus
keinen Nachwuchs habe, blieb er dabei, dass dies der Fall sei.
Daraufhin erzählten die Untergebenen dem König, dass der
Gesichtsleser die Macht an sich gerissen habe und den König
mit seinen unbegründeten Behauptungen verhöhnen würde.
Dies machte den König so wütend, dass er befahl, den
Gesichtsleser sofort bei Tagesanbruch vor Gericht zu bringen.
Der Gesichtsleser erhielt vom Sohn eines Schutzmannes,
mit dem er gut befreundet war, eine große Menge Alkohol.
In seiner Furcht, womöglich seinen Kopf zu verlieren,
meinte er, wenn er sowieso nie wieder Gesichter lesen könne,
würde er lieber an den Ort gehen, an dem seine Meisterin weilte,
und stach sich daraufhin beide Augen aus.
Ziel
Erlangt Wissen über die Erleuchtung des Gesichtslesers
- Auftraggeber
- Schwarzgeist